Michael Bolton – Dance with me

Gerade lief auf WDR2 das Lied “Dance with me” von “Michael Bolton”. Ich wusste zunächst nicht, dass es sich dabei um ein Lied von Michael Bolton handelt. Mein erster Gedanke war: “Ist NSync wieder zusammen?”.

Das Lied ist sowas von Grauenhaft. Diese bescheurten Geräusche im Hintergrund. Man fühlt sich ein wenig in die 90er zurück versetzt, wo die Boy-Bands noch auf Ihrem Erfolgs-Höhepunkt waren. Dann noch dieser ständig wiederholte Refrain “Dance with me”. Ich muss mich wirklich beinahe übergeben…

Hat Mr. Data kein Wireless LAN?

Ich schaue für mein Leben gerne Star Trek TNG. Ich wundere mich aber immer öfter darüber, wie unrealistisch verschiedene Gedankenkonstrukte in dieser Serie sind. Zugegeben, in den 80ern und Anfang der 90er war das alles noch ein bisschen weniger einfach einzuschätzen. Außerdem steht natürlich die Unterhaltung im Vordergrund, nicht der Versuch alles so realistisch wie möglich zu gestalten.

Als ich jedoch in Folge 9 der Staffel 2 (Wem gehört Data) erfuhr, dass Lt. Commander Data über eine Speicherkapazität von 800 Mrd. Bits (= 100 Gigabyte) verfügen würde, habe ich erstmal die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen.  Nach einer Recherche fand ich allerdings heraus, dass es sich dabei um einen Übersetzungsfehler handelt und Data über 800 Billiarden Bits (= 100.000 Terrabyte = 100 Petabyte) an Gesamtspeicherkapazität verfügt. Natürlich weitaus realistischer.

Die Art und Weise, wie Brent Spiner Mr. Data spielt ist schon allererste Sahne, das muss ich sagen. Ich würde sogar sagen, dass er meine Lieblingsfigur in der gesammten Serie TNG ist. Würde man im TV jedoch nicht so viel Wert auf Unterhaltung, sondern mehr Wert auf Realitätsnähe legen, so würde Data wahrscheinlich bei Ausübung seiner Pflicht in seinem Sessel die ganze Zeit nur völlig still dort sitzen und nur zur Kommunikation mit anderen Crew Mitgliedern sprechen. Die Art und Weise mit dem Schiffscomputer verbal, per Monitor oder per Bedienfeld zu kommunizieren ist sowas von daneben. Ich denke Data hätte auf jeden Fall eine schnurlose Schnittstelle zur Kommunikation mit dem Computer. Daten Ein- und Ausgabe würde WESENTLICH effizienter darüber erfolgen. Man könnte ja mal ausrechnen wie schnell Data reden müsste, um sogar heute übliche Datenraten von 1 Gigabit / Sekunden zu erreichen. Auch wenn sich Data Informationen über den Bildschirm abruft. So etwas absurdes. Hinter der für Menschen extrem hohen Lesegeschwindigkeit verbirgbt sich ein enorm enger Flaschenhals. Der arme Data verhungert in der Serie regelrecht an Informationen. Zum Glück hat er keine Gefühle, sonst würde er ständig ausrasten, weil er so unglaublich lange auf Informationen warten muss.

Zum Schluß noch eine kleine Empfehlung, nämlich Folge 13 der Staffel 3. “Noch einmal Q bzw. Déjà Q“. Unbedingt in Englisch schauen. John de Lancie spielt eine überaus unterhaltsame Rolle.

Wer will Firewire am Macbook?

Auf lange Sicht ist es sinnvoller Firewire weg zu lassen. Ich halte es für ein riesiges Eingeständnis seitens Apple. Das letzte große Eingeständnis dieser Sorte war der Switch auf Intel. Wie sehr haben die Leute damals geschimpft: “Das ist der Untergang von Apple. PPC ist klar besser als jeder Intel und AMD.”

Ehrlich gesagt hab ich erst seit der Veröffentlichung der Umstellungspläne auf Intel, angefangen in Erwägung zu ziehen, dass nicht alles immer der Wahreit eintprach/entspricht, was da von Apple durch die Marketing-Rohre geblasen kam (PPC schneller als Intel? Am Anfang mag das gestimmt haben, RISC <-> CISC).

Motto: Alles was ich benutze, bin, mache, habe ist eh das Geilste.
“Das ist der bessere Computer”, “Das ist der bessere Fußballverein”, … Wer erlaubt sich ein Urteil, welches das eigene Urteilsvermögen nicht austrickst?

Dieses ganze Geheule in Foren nervt total. “Buuuhh, ich will Firewire!” Langfristig gesehen macht die jetzige “Trennung” Sinn!

Genauso wie es Leute gibt, die überschwänglich Apple lieben Leute, gibt es die böswilligen Apple Schlechtmacher.

Zugegeben, Firewire 800 ist klar besser als USB 2.0, aber ein neuer USB Standard ist eh bereits überfällig, speziell bei den heutigen Transferraten von externen Massenspeichern. Bleibt abzuwarten, welcher Standard sich durchsetzen wird. Da es bei Windows – Apple momentan aber etwa 90:10 (%) steht wird man von USB 3.0 ausgehen müssen.

Im Endeffekt ist es doch wesentlich sinnvoller nur auf einen Standard zu setzen. Gibt es einen vernünftigen universellen Bus, dann braucht man kein eSata, dann braucht man auch kein Firewire. Der Target Mode ist IMHO das einzige Vermissenswerte.

Übrigens: Ich find es viel schlimmer, dass nur 2 USB Ports an den mobilen Geräten sind. Trotzdem liebe ich die Kisten. So wunderschöne Geräte hat der Markt noch nicht gesehen. Bravo dem Designer!

Pforzheim Takes für Asterisk

Dei Gemeinde Pforzheim hat seiner Zeit Sprachtakes für die freie Telefonanlagensoftware Asterisk veröffentlicht. Leider sind diese Takes nicht mehr auf deren Internetseite aufzufinden. Für alle Leute, die dennoch gerne deutsche Sprachtakes haben würden und mit den vorhandenen Alternativen nicht zufrieden sind, die mögen die Tondateien doch gerne einfach hier herunterladen.

Pforzheim deutsches Sprachpaket für Asterisk.

Media Center Lösungen x86 und XBMC

Eine umgebaute Xbox hat mir lange Jahre gute Dienste erwiesen. Ich habe noch nie ein kommerzielles Produkt gesehen, welches dem XBMC (Xbox Media Center) in Komfort und Funktion das Wasser reichen kann. Leider ist die alte Xbox nur sehr schlecht ausgestattet. Speziell HD Videos kann sie nicht wirklich wiedergeben von Blu Ray und HD DVD ganzu zu schweigen.

Da mein Arbeitsplatzcomputer (Core2Duo 6400, 2 GB RAM, 500 GB HDD) durch einen Mac Mini ersetzt wurde, lag es nahe den alten PC in ein Wohnzimmertaugliches Gehäuse zu packen und als Media Center einzusetzen. Irgendwo hatte ich auch noch eine TV-Karte (Hauppauge Nova-S Plus). Um auch in den Genuß von neuen HD-Filmen zu kommen, legte ich mir außerdem noch ein Kombi Laufwerk von LG zu, welches HD DVD und Blu Ray wiedergeben kann. Beim Gehäuse habe ich mich für das Thermaltake DH 101 entschieden. Ein wirklich schönes Gehäuse mit Platz für ein richiges ATX-Board, Infrarot-Fernbedienung und Front-Display. Eine ATI 3450 noch für 30 € gekauft und fertig war die Sammlung der notwendigen Ausrüstung für einen hochwertigen Media Center PC.

Die Vorstellung, wie das System zu funktionieren hat, war schön ziemlich präzise:
Grundsätzlich soll das System alles können, was mein XBMC auch konnte (und das ist ziemlich viel), jedoch zusätzlich:

  • HD-Filme bis 1080p(mkv, mp4, Blu Ray und HD DVD, etc…)
  • Fernsehen (DVB-S)
  • Fernsehaufnahmen

Meine alte D-Box von Nokia hätte dann ausgesorgt, ebenso die alte Xbox. Einen DVD-Spieler oder Blu Ray Spieler würde ich auch nicht benötigen. Was man nicht alles für Wahnsinns Ideen entwickeln kann, wenn es um die eigene Unterhaltung geht. Nur noch meinen Dolby Digital Verstärker und ein daneben nur ein zusätzliches Gerät. Was für eine Utopie, wie sich später herausstellte.

Ich begab mich auf einen Weg, von dem ich damals noch nicht wusste, wie schwierig dieser sein würde. Die Leistung des PC und alle technischen Eigenschaften waren absolut befriedigend um alle meine Wünsche zu erfüllen. Bevor ich mich jedoch um die Frage, welche Software ich einsetze habe ich erstmal alles besorgt und zusammengebaut. Es wird sicher eine Lösung geben, so wie ich sie mir wünsche (dachte ich naiver Weise).

Zunächst sah ich mich um, was es für Lösungen auf Linux-Basis gab. MythTV war zunächst mein Favorit, speziell die fertigen Distributionen, die es da gibt. Linux Media Center habe ich auch sehr mit geliebäugelt. Alle für Linux verfügbaren Lösungen habe ich LEIDER jedoch schnell über Bord geschmissen, da es keine Möglichkeit gibt unter Linux eine HD DVD oder Blu Ray wiederzugeben. Der Filmindustrie sein Dank!!!

Nun gut, dann halt Windows. So schlecht ist Windows XP ja gar nicht, es ist ja noch relativ Ressourcenschonend, vor allen Dingen im Vergleich zu Windows Vista.

Für Windows gibt es ja auch eine ganze Reihe an Media Center Lösungen. Die Microsoft eigenen Lösungen habe ich erst gar nicht wirklich in Erwägung gezogen, da ich wusste, dass DVB-S nicht richtig unterstützt wird unter dem Windows Media Center. Leider stellte ich auch schnell fest, dass es keine Lösung gibt, die alles aus einem Guß anbietet. Am nächsten kam meiner Vorstellung da noch Media Portal. Eine ausgeklügelte Multimedia Lösung, die sogar TV-Empfang integriert hat. Meine TV-Karte und die dazugehörige Fernbedienung werden auch unterstützt. Wunderbar?

So wunderbar ist Media Portal dann doch nicht. Etliche Stunden habe ich damit zugebracht das System erstmal zum Laufen zu bekommen. Die Fernbedienung war relativ schnell eingerichtet, aber das Datenbank-Backend verursachte einige Schwierigkeiten. Im Endeffekt ist das Programm wieder im Papierkorb gelandet, nachdem es nach ca. 2 Monaten nicht wirklich das Versprechen einer einfachen und gut funktionierenden Umgebung einlösen konnte.

Eigentlich sah ich spaßes halber nach, wie es mit einer Windows-Version des XBMC aussah und es gab tatsächlich eine Beta 1 die auf Anhieb erstaunlich gut lief. Informationen zu finden, wie man das System über eine Fernbedienung steuern kann waren zwar sehr schwierig zu finden. Schlußendlich fand ich aber dann doch eine Möglichkeit die Thermaltake Fernbedienung zum rennen zu bewegen.

Resumierend find ich es doch ziemlich amüsant, dass ich doch wieder beim XBMC gelandet bin. Ich muss wirklich sagen: Eine einzigartige Lösung, die beinahe wie aus einem Guß funktioniert. Die TV-Karte steckt zwar immer noch im PC, verrichtet aber keine Dienste. Die alte D-Box läuft mit Neutrino wie eine EINS.
Lediglich zum ansehen von Blu Ray oder HD DVD muss ich PowerDVD starten. Aber selbst das lässt sich ziemlich bequem per Fernbedienung steuern.

Eine besonders schicke Lösung habe ich zudem gefunden das XBMC unter Windows fern zu bedienen. Und zwar gibt es eine Software Applikation im Appstore für 3,99 € (XBMCRemote) mit der man über W-LAN das XBMC fernsteuern kann. Das ist nich nur enorm praktisch, weil man dann den Fernseher zur Bedienung erst gar nicht einschalten muss. Es ist zudem super, weil die Fernbedienung überall dort funktioniert, wo W-LAN Empfang ist. Das gibt von mir eine 1+.

Besonder schade finde ich die Tatsache, dass Kopierschutzmechanismen den wirklichen Genuß verhindern. Nur weil die manische Filmindustrie auf diesen behinderten Kopierschutz besteht brauch ich eine extra Software bzw. sogar zusätzliche Hardware . Was wär es für ein Segen, könnte XBMC Blu Ray und HD DVD oder gar TV-Empfang…

Kopierschutz und die Manie der Industrie

Ich war noch jung, aber ich kann mich gut an die Zeit erinnern wo das Wort Multimedia in den Nachrichten ein häufig benutzter Begriff war. Man hatte erkannt, welches Potential in einem Computer und deren verwandten Technologien wie dem Internet stecken. Die Möglichkeiten, was man mit einem Computer alles anstellen kann wuchs. Es war auf einmal möglich auch am PC Fern zu sehen oder einen Film zu schauen per DVD. Die Möglichkeiten schienen unendlich.

Heute haben wir einen gegenläufigen Trend. Zwar werden die Computer immer Leistungsfähiger, die Möglichkeiten zur Ausnutzung des Potentials werden aber künstlich beschränkt. So sollen uns Kopierschutzmechanismen daran hindern Filme oder Audio CDs zu kopieren oder gar dem Freund auszuleihen. Die Video/Audio Kassette wird technisch sicher heutigen Medien nicht mehr gerecht, aber ich wusste, wie ich mir eine Kopie davon erstellen konnte. Das weiß ich bei heutigen Spielfilmen nicht. Es gibt zwar meistens Wege dennoch eine Kopie anzufertigen, aber ich brauche dann deutlich länger als wenn ich eine VHS-Kassette kopieren will und das dauerte schon lange. Ist es nicht beschämend zu sehen, welchen Rückschritt wir machen? So langsam wird die VHS-Kassette in der Handhabung einfacher als heutige Produkte. Wer hätte das gedacht?

Kann ein Künstler / Schauspieler / Regisseur / Produzent / etc… wirklich etwas dagegen haben, wenn ich meinem besten Freund einen Film ausleihe? Ist es nicht eher ein unglaublich positives Zeichen für ein Produkt, wenn ich es jemand anderem empfehle, selbst auf die Gefahr hin, dass bei dieser Empfehlung kein Geld an die für das Produkt Verantwortlichen fließt?

Die Angst der Industrie ist berechtigt. Die hohen Datenübertragungsraten des Internet und die großen Speicherkapazitäten der Festplatten bieten großes Potential Datendieb zu werden. Sie bieten viel mehr die Gefahr, dass Leute gar nicht mehr ein Produkt aus dem Regal im Kaufhaus ziehen und es kaufen. Die Film- und Audio- Industrien sind so sehr an das Geld gewöhnt, was in deren Kassen in den letzten 30-40 Jahren floß. Jetzt sehen Sie Ihre Existenz bedroht. Ich sehe den erwachsenen Manager, mit dem Geist eines kleinen Kindes, dem man den Sportwagen entwendet hat. Großes Geheule und eine stark emotionale (Über)Reaktion.

Soll man dem Kunden nicht die Möglichkeit einräumen, selbst zu entscheiden, ob man lieber ein Original besitzt oder eine digitale Kopie auf irgend einer Festplatte. Wenn ein Produkt jedoch nicht den Anreiz bietet es im Original haben zu wollen, so ist es den Kauf auch nicht Wert. Das ist eine Erkentniss, die in der Industrie noch nicht angekommen ist. Bei einigen Kunden jedoch leider auch noch nicht. Es ist jedoch ein Automatismuss, dass man für hochwertige Produkte gerne Geld ausgibt und damit eine Form der Unterstützung für etwas positives leistet.

Wir wollen einfach keine gemachten Stars, die mit viel Aufwand gesucht, nicht gefunden, aber dennoch vermarktet werden. Stars kann man nicht modellieren oder kreieren. Stars werden zu Stars, weil sie außergewöhnlich gut sind und einem das Gefühl geben an etwas besonderem Teil haben zu dürfen. Je heftiger man jemanden unter Druck setzt ein Star zu sein, desto weniger ist derjenige Star. Man sollte die Leute speziell die Künstler in der Musik-Industrie einfach nur machen lassen. Der kreative Geist kann sich am besten ohne Druck entfalten. Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Man braucht nur mal in die eine Zeit zu schauen, in der die Industrie noch in den Kinderschuhen steckt und sie noch nicht an die Milliardeneinnahmen gewöhnt war. In den 60ern / 70ern entstand einzigartige Musik, die eher selten von dem Wunsch reich zu werden gesteuert war.

Der schnellebige Markt verurteilt jedoch von vorne herein die meisten Produkte zu Eintagsfliegen zu werden. Das stört die Industrie noch nichtmal, nein, es ist genau das was sie will. Ständig im Kopf so viel und so häufig Produkte verkaufen, wie nur möglich. Das ist das Ziel was im Vordergrund steht, was letztlich auch die Qualität der Produkte bestimmt. Dieses Ziel ist auch der Grund weswegen Produkte nicht gekauft werden. Als erstes kommt aber der Schrei der Reichen Manager und Anwälte etc. :

Das sind die Raubkopierer Schuld.

Nachtrag 31.12.2008:
Eine gute Zusammenfassung, was Blu Ray etc. für den Kunden bedeutet (eng): http://bluraysucks.com/