Verseuchen Killerspiele den Menschen?

Diese Frage wird sich heute in den Medien häufig gestellt und m.E. ist die Antwort darauf trivial und muss auch nicht durch Umfragen oder Ähnliches bewiesen werden.

Das was in der Welt passiert liefert den Programmierern die Vorlage für Ihre Spiele, weniger umgekehrt. In öffentlichen Diskussionen wird es häufig so dargestellt, als würden Killerspiele die Vorlage für Amokläufe bieten. Bitte vertauscht das nicht ständig.

Viele Menschen (Politiker / Soziologen / Psyschologen / Redakteure / Normalos) scheinen da ein etwas verzerrtes Realitätsbild zu haben. Sie denken tatsächlich, dass es so einen Drang gibt Menschen töten zu wollen/müssen und man diesen am Computer auslebt. Das halte ich für totalen Unfug, wenn ich es auch nicht gänzlich ausschließen will, dass es solche Menschen gibt.

Wer die Gamer-Szene kennt, der weiß wie es dort abläuft. Die professionellen Gamer in der ESL sind keine Verbrecher oder gar Mörder, die Geld für das Töten bekommen. Sie sind Sportler, die Anerkennung dafür verdienen, was Sie tun. Sie haben besondere Fähigkeiten die unseren Respekt verdient haben. Diesen Respekt kann man Ihnen aber nur entgegenbringen, wenn man genau weiß, mit welcher Perfektion und welcher Zuneigung Sie Ihre Tätigkeit ausüben.
Die eigentliche Handlung im Spiel einen BOT oder Gegenspieler zu töten wird m.E. von den Spielern nicht analog zu einem Mord im wahren Leben gesehen. Spiele haben Ziele und bei Counterstrike ist es nun mal das Ziel den Gegner zu erschießen. Diese Tat ist zu 0% verwerflich. Die Beweggründe sind dabei nicht Hass oder Rache. Es ist die Herausforderung besser zu sein als der Gegenspieler. Die sich aufdrängende Frage mag dann für manche sein: “Warum muss man dann gerade Killerspiele spielen?” wozu meine Gegenfrage lautet: “Warum denn nicht?”.

Ohne Beweise zu liefern behaupte ich: Ein Computerspiel hat noch aus keinem Menschen einen Killer gemacht.

Dazu meine Forderung an all Jene, die ein Verbot von Killerspielen fordern: Hört auf damit! Ihr seid auf der falschen Baustelle. Leute, die womöglich willkürlich töten und das eventuell auch noch bei einem Amoklauf haben ganz andere Probleme.

Die Debatte um ein Computerspiel-Verbot, in dem man tötet ist hiermit beendet, Danke!

Die Diskussion ob Killerspiele einen negativen Einfluss auf eine Persönlichkeit haben können stelle ich nicht in Abrede. Diese Frage ist auch nicht der Kern der Problematik.

Die Kernfrage sollte zunächst lauten: Welche Einflüsse haben eine Person bewegt zu töten.

Also: Wohin wollen wir hier in Deutschland? Zu einem freien Staat, in dem man sich über das Verantwortungsbewusstsein eines jeden einzelnen freuen kann, oder zu einem Staat, der dem Individuum jede einzelne Entscheidung durch Verbote abnimmt und so den Menschen entmündigt und die Freiheit raubt. Die Tendenz geht m.E. dahin den Bürger zu entmündigen und Ihn unter totale Kontrolle zu stellen, total zu überwachen und alles Unbequeme erstmal zu verbieten.

Ja, ich will die Freiheit haben, am Bildschirm rumzumetzeln. Ich wette das tut Niemandem tatsächlich weh, und das wird es auch niemals.

Falls die Taliban aber mal in unser Land einfallen sollten, so bin ich wenigstens gut vorbereitet. Studien belegen ja angeblich, dass das regelmäßige virtuelle Töten die Schwelle zum echten Töten herabsetze. Wer jedoch überhaupt auf den Gedanken kommt jemanden in der Realität zu töten, der kommt sicher nicht wegen Computerspielen auf diese Idee. So nach dem Motto: Hey, achja stimmt, man kann ja ein Gewehr nehmen und Menschen töten, dann mache ich das auch mal. Im Spiel funktioniert das ja auch ganz gut. Wenn ich im Spiel Menschen töte bin ich sogar ein Held, vielleicht bin ich ja auch ein Held, wenn ich im echten Leben Menschen töte… einfach mal ausprobieren.

Wer diesen Gedankengang einem Menschen unterstellt, sollte selbst einmal zum Psychologen.

Gerechter Weise muss man allerdings sagen, dass es in dem Genre der Killerspiele ganz deutliche Unterschiede gibt. Bei manchen Spielen erschießt man die Figur, die einfach nur tot umkippt. Andere hingegen simulieren richtige körperliche Verletzungen mit Blut, die durch moderne Computer immer realistischer werden. Hier ist schon eine hohe Sensibilität gefordert wenn es darum geht diese für verschiedene Altergruppen zugänglich zu machen. Viel wichtiger als diese Einstufung ist jedoch der prüfende Blick der Erziehungsberechtigten.
An dieser Stelle noch ein Tipp: Setzen Sie sich einfach daneben, wenn Ihr Kleiner / Ihre Kleine mal wieder zockt und schauen Sie sich das ganze Spektakel mal an. Urteilen Sie nicht zu schnell! Sie könnten den Eindruck bekommen: “Oh mein Gott, mein Kind ist ein kaltblütiger Mörder.VORSICHT: Sprechen Sie mit dem Kind darüber was an dem Spiel gefällt! Wenn es einfach nur Spass hat und es mit Begeisterung spielt, es gute Laune bereitet, so wird es wohl eher unbedenklich sein. Sollte sich jedoch abzeichnen, dass Ihr Kind das Spiel spielt, weil SIE nicht bei der Einschulung / Kommunion / Hochzeit / etc. dabei waren oder schon öfter Ihre Frau geschlagen haben. ACHTUNG: Hier ist besondere Vorsicht geboten. Verurteilen Sie bitte nicht zu schnell Ihr Kind oder das Spielen. Höchstwahrscheinlich sind SIE dann eher Verursacher von “unsozialen Handlungen” Ihres Kindes.

Schreiben Sie sich nicht ab, lernen Sie nett und fürsorglich zu sein!