Hat Mr. Data kein Wireless LAN?

Ich schaue für mein Leben gerne Star Trek TNG. Ich wundere mich aber immer öfter darüber, wie unrealistisch verschiedene Gedankenkonstrukte in dieser Serie sind. Zugegeben, in den 80ern und Anfang der 90er war das alles noch ein bisschen weniger einfach einzuschätzen. Außerdem steht natürlich die Unterhaltung im Vordergrund, nicht der Versuch alles so realistisch wie möglich zu gestalten.

Als ich jedoch in Folge 9 der Staffel 2 (Wem gehört Data) erfuhr, dass Lt. Commander Data über eine Speicherkapazität von 800 Mrd. Bits (= 100 Gigabyte) verfügen würde, habe ich erstmal die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen.  Nach einer Recherche fand ich allerdings heraus, dass es sich dabei um einen Übersetzungsfehler handelt und Data über 800 Billiarden Bits (= 100.000 Terrabyte = 100 Petabyte) an Gesamtspeicherkapazität verfügt. Natürlich weitaus realistischer.

Die Art und Weise, wie Brent Spiner Mr. Data spielt ist schon allererste Sahne, das muss ich sagen. Ich würde sogar sagen, dass er meine Lieblingsfigur in der gesammten Serie TNG ist. Würde man im TV jedoch nicht so viel Wert auf Unterhaltung, sondern mehr Wert auf Realitätsnähe legen, so würde Data wahrscheinlich bei Ausübung seiner Pflicht in seinem Sessel die ganze Zeit nur völlig still dort sitzen und nur zur Kommunikation mit anderen Crew Mitgliedern sprechen. Die Art und Weise mit dem Schiffscomputer verbal, per Monitor oder per Bedienfeld zu kommunizieren ist sowas von daneben. Ich denke Data hätte auf jeden Fall eine schnurlose Schnittstelle zur Kommunikation mit dem Computer. Daten Ein- und Ausgabe würde WESENTLICH effizienter darüber erfolgen. Man könnte ja mal ausrechnen wie schnell Data reden müsste, um sogar heute übliche Datenraten von 1 Gigabit / Sekunden zu erreichen. Auch wenn sich Data Informationen über den Bildschirm abruft. So etwas absurdes. Hinter der für Menschen extrem hohen Lesegeschwindigkeit verbirgbt sich ein enorm enger Flaschenhals. Der arme Data verhungert in der Serie regelrecht an Informationen. Zum Glück hat er keine Gefühle, sonst würde er ständig ausrasten, weil er so unglaublich lange auf Informationen warten muss.

Zum Schluß noch eine kleine Empfehlung, nämlich Folge 13 der Staffel 3. “Noch einmal Q bzw. Déjà Q“. Unbedingt in Englisch schauen. John de Lancie spielt eine überaus unterhaltsame Rolle.