Compile gluon openwrt

Prerequisites:

  • Debian 8.1
  • sudo apt-get install git build-essential libncurses5-dev zlib1g-dev gawk subversion unzip zlib1g-dev
  • enough free space
  • target domain: Aachen but with pebrille’s flavour (https://github.com/imp1sh/site.git)
  • target release: v2015.1.2
  • target platform: ar71xx-generic and kvm image

Step by step:

  1. git clone https://github.com/freifunk-gluon/gluon.git gluon -b v2015.1.2
  2. cd gluon
  3. git clone https://github.com/imp1sh/site.git
  4. make update
  5. make GLUON_TARGET=ar71xx-generic
  6. make GLUON_TARGET=x86-kvm_guest

OpenELEC 2.0 auf Atom ion 330

Hardware

Ich verfüge nun schon seit ein paar Jahren über folgendes Mainboard:

  • Point of View
  • Intel Atom 330 – 1,6 GHz Dual Core
  • Geforce 9400
  • 2 GB RAM
XBMC_Atom_ION_Hardware
XBMC_Atom_ION_Hardware

Vergangenes

Zu Anfang rüstete ich das System mit einem Slim DVD aus und mit einer 2,5″ Festplatte. Mittlerweile habe ich aus Gründen der Hitzeentwicklung die Festplatte in ein externes Gehäuse ausgelagert. Das optische DVD Laufwerk habe ich komplett entfernt (viel zu laut).  Es war immer schon mein Ziel möglichst minimalistische Hardware und Software zu verwenden (XBMC minimal Beitrag). Die Festplatte komplett zu entfernen ist Ziel der folgenden Aktion.

Zwischenzeitlich hatte ich auch einmal ein sogenanntes “diskless” System in Betrieb, mit PXE Boot und einem System dass per NFS  geladen wurde (XBMX Diskless Beitrag). Das stellte sich in meinem besonderen Fall jedoch nicht als sehr praktikabel heraus, da der fileserver damit nur unnötig zusätzlich zu tun hatte und die Netzwerkleitung zusätzlich belastet wurde. Letzteres war in meinem Fall besonders schlecht, da ich leider nur über PowerLAN (aka DLAN) mit einer Nettorate von maximal ca. 5 MB/s verfüge.

OpenELEC ist kürzlich in der Version 2.0 erschienen (XBMC 11.0 Eden). Der Gedanke keine Festplatte mehr einsetzen zu müssen und deswegen auf das klobige und stromhungrige externe Gehäuse zu verzichten erscheint mir mehr äußerst reizvoll.

xbmc_with_hdd
xbmc_with_hdd

Installation

Gesagt getan. 2 USB Sticks zur Hand und keine 10 Minute später ist XBMC auf einem absolut minimalistischen Linux installiert (Anleitung). Während der Installation habe ich mich für eine GUID Partitionstabelle entschieden und dafür den ssh Dienst zu aktivieren. Es ist für mich enorm erfreulich wie unglaublich einfach und schnell solch eine Installation von Statten gehen kann. *Thumbs UP*

xbmc_without_hdd
xbmc_without_hdd

Nach der Installation bootet das System in ziemlich genau 17 Sekunden (nach dem Bootloader bis zum XBMC screen). WOW!
Per ssh kann ich mich entfernt mich dem System verbinden. Das Standard-Passwort ist “openelec“. Wie ich das Passwort ändern kann bleibt mir bislang verborgen. Das Kommandozeilentool “passwd” ist leider nicht vorhanden. Durch die enorme Einfachheit ist es jedoch kaum notwendig sich per ssh überhaupt zu vebinden.

 

 

 

NFS

Mein ganzen Daten liegen auf einem Linux System, dass NFS4 zur Freigabe Selbiger benutzt. NFS ist spürbar performanter als Samba (SMB). Das Hinzufügen der Freigaben über die Oberfläche funktionierte leider nicht. Zwar entdeckte das OpenELEC selbständig meinen NFS Server im Netzwerk und auch seine Freigabe, allerdings waren Diese einfach leer.

Statt dessen kann man unter /storage/.config/ eine Datei namens autostart.sh anlegen mit folgendem Inhalt:

#!/bin/bash
sleep 30
mount -t nfs 192.168.1.1:/export/filme /storage/movies

Ein Neustart weiter und der Zugriff auf die Filme war möglich, indem ich im Interface den Pfad

/storage/movies

hinzugefügte.

Audio

Hier musste ich fast nichts einstellen. Am HDMI Ausgang des Mainboards ist der AV-Receiver angeschlossen, der wiederum das Video Signal weiter per HDMI zum Fernseher schickt. Es kam auch von Anfang an Ton, allerdings musste ich erst noch unter “System – Audio Output” umstellen auf:

  • HDMI
  • 5.1
  • Dolby Digital (AC3) capable receiver
  • DTS capable receiver

Im Anschluss wurden Videos mit Dolby Digital und DTS einwandfrei wiedergegeben.

Hardware Info

Unter “System Info” wurde mir im Gegensatz zu meinem alten auf Ubuntu 12.04 basierten System auch die korrekte GPU Temperatur angezeigt. Das war speziell in meinem Fall sehr hilfreich, da mein System dazu neigte durch wegen eines Lüfterumbau zu überhitzen. Bei einer GPU Temperatur von 68°C während der Wiedergabe eines hochauflösenden H.264 kodierten Video läuft mein System stabil und ohne Ruckler.

Addons

Zuletzt hatte ich OpenELEC 1.9.9 ausprobiert. Darin war es nicht möglich Addons zu installieren. Nach einem Klick auf “Get more” kam einfach eine leere Liste. Addons funktionieren nun in der Version 2.0 einwandfrei.

Fazit

XBMC living room experience
XBMC living room experience

Es gibt für mich keinerlei Gründe weiterhin eine (mechanische) Festplatte für den Betrieb von XBMC zu nutzen. Ebenso ein aufgeblasenes Ubuntu steht deutlich im Schatten dieses absolut schlanken OpenELEC, was bereits in einer speziell angepassten Variante für die ION Palttform zur Verfügung steht.

Ich bin absolut begeistert und werde OpenELEC jedem weiterempfehlen.

vnstat calculates wrong, or: confusion of prefixes

This is what vnstat gives me as a daily usage: 877.13 MiB
This is what vnstat gives me as the avg. rate: 83.17 kbit/s
This is what the correct avg. rate actually is: 85.16 kbit/s

What vnstat actually does wrong is powering by 1024 in order to transform bit into kilobit.
I use a point as a decimal mark by the way… and I assume that the amount of transferred bits per day is given correctly.

This is how vnstat calculates:

877.13 MiB * 8 = 7,017.04 Mibit
7,017.04 Mibit * 1024 = 7,185,448.96 Kibit (binary prefix)
7,185,448.96 Kibit * 1024 = 7,357,899,735.04 bit/d
7,357,899,735.04 bit / 24 = 306,579,155.63 bit/h
306,579,155.63 bit/h / 60 = 5,109,652.59 bit/m
5,109,652.59 bit/m / 60 = 85,160.88 bit/s
85,160.88 bit/s / 1024 = 83,17 kbit/s

This is how it should be done:

877.13 MiB * 8 = 7,017.04 Mibit
7,017.04 Mibit * 1024 = 7,185,448.96 Kibit (binary prefix)
7,185,448.96 Kibit * 1024 = 7,357,899,735.04 bit/d
7,357,899,735.04 bit / 24 = 306,579,155.63 bit/h
306,579,155.63 bit/h / 60 = 5,109,652.59 bit/m
5,109,652.59 bit/m / 60 = 85,160.88 bit/s
85,160.88 / 1000 = 85,16 kbit/s

I contacted the author of vnstat (Toivola) on September 21st 2012 but he did not act on my hint, so I decided to publish my finding.

Mountain leihen Diktieren

Unkorrigiert:

Zunächst einmal die um korrigierte Fassung dieses Textes. Um ein Gefühl dafür zu bekommen wie die neue Diktierefunktion im online funktioniert, ist es hilfreich wichtige wo Ausgabe einmal anzusehen.

Korrigiert:

Zunächst einmal die unkorrigierte Fassung dieses Textes. Um ein Gefühl dafür zu bekommen wie die neue Diktierefunktion in Mountain Lion funktioniert, ist es hilfreich sich die Rohausgabe einmal anzusehen.

Ich fahre nun in einer rein korrigierten Fassungen fort:

Die Diktierefunktion bei Mountain Lion bereitet grundsätzlich großen Spaß. Auch wenn die Spracherkennung oft sehr gut funktioniert, gibt es immer wieder Stellen an denen Verbesserungsbedarf besteht.

Hier der Versuch einmal zusammenzufassen was mir nicht so gut an der Diktierefunktion gefällt:

  • Man kann in der Regel nur kürzere Sätze erkennen lassen keine großen zusammenhängenden Blöcke.
  • Leider kommt es (zumindest zur Zeit) zu sporadischen Aussetzer in der Erkennung. Der Dienst scheint minutenweise auszusetzen.
  • Eingaben die nicht verstanden wurden können nicht erneut übertragen werden zur erneuten Berechnung.
  • Dadurch dass die Berechnungen nicht auf dem eigenen System stattfindet, ist eine Konstante Internetverbindung Voraussetzung.
  • Vermutlich ebenfalls dadurch dass die Berechnungen auf Servern im Internet geschieht, entsteht eine große Verzögerung.  Diese Verzögerung ist so groß das die Software sich nicht zur Bedienung des Computers eignet.
  • Leider scheint die Software nicht die großen Lerneffekte zu erzielen für sich, wie es auf der Apple Webseite versprochen wird.
  • Manche Sonderzeichen wie zum Beispiel ein Zeilenumbruch wird von der Software nicht erkannt.
  • Zur Bedienung des Computers würde sich Spracheingabe hingegen sowieso nur sehr bedingt eignen.
  • Satzzeichen muss man grundsätzlich selber ein sprechen. Wo z.B. ein Komma hingehört scheint die Diktierefunktion nicht zu wissen.

Was mir an der Software positiv auffällt:

 

  • Sie bereitet großen Spaß und erleichtert die Eingabe von Text.
  • Für mich persönlich ist es eine neue Erfahrung in der Umgangsweise mit dem Computer.
  • Sie kommt kostenlos mit dem Betriebssystem.
  • Sie beherrscht auch die Erkennung verschiedener Sonderzeichen.
  • Zumindest für die deutsche Sprache scheint die Software relativ gut die Groß und Kleinschreibung zu beherrschen.
  • Ab und an gibt es auch sehr positive Überraschungen darüber, dass die Software auch schlecht ausgesprochene Wörter manchmal ganz gut versteht.
  • Die Software scheint ganz gut fremdsprachige Wörter mit einbinden zu können. Die in Deutschland sehr weit verbreiteten Anglizismen werden oft erkannt. Ist das nicht cool?
  • Man kann tatsächlich überall etwas diktieren wo man Text eingeben kann, sogar zum Beispiel im Terminal.

Next Generation File System

Here’s a link to a SourceForge project I opened.
I’m really thinking that we need a solution to this problem since there’s no.

Long term management of my digital and personal data in a next generation filesystem: copingfs
Co-workers needed around the world.

Enjoy: Click

XBMC minimal ion230 auf USB Stick howto

Nach dem ich hier meine Erfahrungen mit XBMC unter Ubunut 9.04 auf einem Point Of View 230 Kund getan habe, möchte ich nun eine kurze Anleitung schreiben zu folgendem Setup:

  • Point of View Ion230 (Atom 1,6 GHz mit HT)
  • Nvidia Geforce 9400M
  • 2 GB RAM DDR2 800 MHz SO-DIMMs
  • USB Stick 2 GB
  • SATA 5 1/4″ DVD-R
  • Ubuntu 9.04 Netzwerk PXE Install
  • externer Dolby Digital Decoder (optische Übertragung)
  • Zugriff auf die Inhalte (Musik , Filme, etc) per NFS auf einem linux fileserver

Ich habe keine Festplatte mehr eingebaut, da mir selbst eine 2,5″ Platte noch zu viel Strom verbraucht, zu warm wird und zu laut ist. Ein USB Stick reicht völlig aus, da keine großen Datenmengen bewegt werden. 2 GB sind allerdings etwas knapp bemessen. Mit 4 GB wär man auf der sicheren Seite.
Befehle sind kursiv.

  1. INSTALLATION UBUNTU
    Installation Ubuntu minimal
    Markiert nur “ssh Server”
  2. sudo aptitude install xorg gnome-core gdm firefox synaptic  gnome-app-install
  3. sudo aptitude clean
  4. reboot
  5. DIGITAL AUDIO OUT
    Anmelden mit Gnome gui
  6. Oben Rechts auf den Lautsprecher und auf “Lautstärkeregler” (alsamixer)
  7. Auf “Einstellungen – sichtbare Tonspuren – Schalter – IEC958” aktivieren
  8. “Schließen”
  9. Im Mixer Registerkarte “Schalter”
  10. Haken setzen bei “IEC958
    Hierdurch wird der digitale Tonausgang aktiviert, der den Ton zum externen Decoder weiterreicht. Ob der coax-Anschluss auch aktiviert weiß ich nicht. Ich benutze den optischen Ausgang.
  11. XBMC INSTALLIEREN
    Hierzu gibt es schon eine gute Anleitung.
    In der Anleitung “Autostart (optional)” kann ich nur empfehlen einzurichten!
  12. Um per XBMC eine CD / DVD auswerfen zu können in der Datei “/etc/sysctl.conf” am Ende folgendes einfügen: “dev.cdrom.lock=0
  13. In den Einstellungen unter “Video – Rendering Method” auf VDPAU stellen
  14. Im Bios des Mainboard dem Onboard Grafikchip fest 512 MB zuteilen.
  15. NFS SHARES VERBINDEN
  16. aptitude install nfs-common
    In der Datei /etc/fstab die Einträge der eigenen Umgebung entsprechend anlegen. Hier sind Meine:
    fileserver:/mnt/lvm-fileserver/audio/   /mnt/audio nfs defaults 0 0
    fileserver:/mnt/lvm-fileserver/video    /mnt/video nfs defaults 0 0
  17. Nun kann man per “mount -a” die Freigaben einbinden.
  18. NVIDIA TREIBER INSTALLIEREN
    Per “uname -r” prüfen, welchen Kernel man installiert hat (hier: generic 2.6.28-16)
  19. apt-get install make build-essential linux-headers-2.6.28-16-generic libc6-i386
  20. cd / && mkdir download && cd download
  21. wget http://de.download.nvidia.com/XFree86/Linux-x86/185.18.36/NVIDIA-Linux-x86-185.18.36-pkg1.run
  22. chmod +x NVIDIA-Linux-x86-185.18.36-pkg1.run
  23. /etc/init.d/gdm stop
  24. ./NVIDIA-Linux-x86-185.18.36-pkg1.run
  25. precompiled? -> no -> ok ok -> finish
  26. /etc/init.d/gdm start
  27. sudo aptitude clean

Am Ende kann man neustarten. und wenn man unter Punkt 11 XBMC als Standard definiert hat, so gelangt man automatisch nach dem Hochfahren ins XBMC.

Zwischendurch hilft es mit “aptitude clean” etwas Speicherplatz auf dem Stick freizugeben. Am Ende hatte ich etwa 1,77 GB belegt, es sind noch ca. 50 MB frei.

Netzwerkfähige Tastatur und Maus mit synergy

Es gibt schon einige Anleitungen, wie man mit Synergy+ mehrere Computer mit eigenen Monitoren über eine Maus und Tastatur steuern kann. Ich möchte hier dennoch versuchen möglichst anschaulich zu erläutern, wie ich einen Mac (macpro) und einen Ubuntu PC (tuxpc) miteinander “verbinden” konnte.

Bei Synergy+ muss man für sich selbst definieren, welcher Computer den Client bzw. Server macht. Es gilt: Der Rechner mit Tastatur und Maus angeschlossen ist der Server. In meinem Fall:

2 Computer, 2 Bildschirme, 1 Taststur, 1 Maus, 1 Lautsprecherpaar

Bildschirm links hängt an tuxpc, Bildschirm rechts hängt am macpro. Tastatur und Maus sind am Mac angeschlossen. Der Mac soll also der Server sein. Das zur Planung, nun geht es an die Softwareinstallation.

Unter Ubuntu 9.04 ist die Installation einfach:

Das .deb Paket herunterladen und installieren per

dpkg-i <<Paketname>>

Für den Mac gibt es ein vorkompiliertes Paket (.dmg) zur grafischen Installation.

Hiernach sind die beiden synergy-Befehle synergyc und synergys im Terminal verfügbar. Synergyc ist der Client und Synergys ist der daemon/server.

Jetzt brauchen wir noch eine Konfigurationsdatei, die auf Client und Server identisch sein muss. Hier meine Beispieldatei, die sich nach meiner Umgebung (s.o.) richtet.

section: screens

macpro:

tuxpc:

end

section: links

macpro:

left = tuxpc

tuxpc:

right = macpro

end

Ich habe die Config auf beiden Rechner in etc liegen: /etc/synergy.conf

Nun muss man nur noch auf dem Server (Mac) den Dienst starten.

synergys -f -c /etc/synergy.conf -n macpro &

Jetzt verbindet man den Client auch per Kommandozeile per:

synergyc -f -n tuxpc macpro

Der Parameter -f bewirkt, dass das Programm nicht als Hintergrundprozess startet. Das ist vor allen Dingen dann hilfreich, wenn man noch Probleme beseitigen will. Dann sieht man nämlich wenigstens Fehlermeldungen. -n sorgt dafür, dass synergy nicht den hostnamen aus dem System ausliest, sondern den im Programmaufruf angegebenen verwendet.

Wenn beide Programme miteinander erfolgreich kommunizieren, steht die Funktion. Jetzt sind beide Bildschirme quasi miteinander gekoppelt. Fährt man mit dem Mauszeiger über den Bildschirmrand hinaus, so landet der Cursor auf dem Desktop des anderen Computers. Die Tastatur schickt natürlich immer die Eingaben an den Computer, wo der Mauscursor sich gerade befindet.

Mein nächstes Ziel wird sein die Audioausgabe des Ubuntu PC an den Mac zu schicken. Ich häbe nämlich nur ein Lautsprecherpaar auf dem Schreibtisch stehen und plane dies auch nicht zu ändern. So könnte ich dann den Ton von beiden Systemen auf einem Lautsprecher ausgeben. Wenn ich das geschafft habe, wird es dazu auch eine Anleitung geben.

Nachtrag vom 19.10.2009

Zunächst habe ich meine Anleitunf für Synergy2 bzw. Synergy geschrieben. Als ich aber Probleme mit Umlauten hatte stieß ich auf Synergy+, welches scheinbar noch aktiv gepflegt wird. Die letzte Version von Synergy2 ist von 2006.

XBMC unter Linux mit Atom ion230

Das XBMC ist jetzt schon seit etwa 5 Jahren mein treuer Begleiter. Zunächst auf einer XBox mit der DVD Remote, dann auf verschiedenen x86-Systemen unter Windows XP. Des Öfteren bin ich daran gescheitert XBMC ordentlich unter Linux laufen zu lassen, was nicht zuletzt an schlechter Treiber-Unterstützung lag.

Jetzt habe ich ein kleines Experiment gewagt in dem ich meine Hardware gewechselt habe von:

alt:

  • Asrock ConroeXFire eSata II
  • Core2Duo E6400 mit 2.13 GHz
  • 2 GB RAM DDR2 800 MHz
  • 3,5″ SATA 160 GB
  • PATA 5 1/4″ DVD-ROM
  • Windows XP Pro German SP3
  • Creative PCI X-Fi Music

neu:

  • Point of View Ion230 (Atom 1,6 GHz)
  • Nvidia Geforce 9400M
  • 512 MB 2 GB RAM DDR2 800 MHz SO-DIMMs
  • 2,5″ SATA 80 GB
  • SATA 5 1/4″ DVD-R
  • Ubuntu 9.04

Die Leistung des “neuen” Systems ist geringer, der Stromverbrauch dafür aber auch. Liege ich beim alten System bei etwa 90-150W, komme ich beim Atom-System nur auf etwa 20-40 W. Ein Unterschied, der sich hoffentlich im Laufe der Jahre bezahlt macht.

Jedoch unterscheidet sich nicht nur die Hardware, sondern vor allen Dingen die Software, denn auf dem Atom-System läuft Ubuntu 9.04, vorher Windows XP SP3. Um das System möglichst schmal zu halten, habe ich bei der Auswahl über die zu installierenden Komponenten nur den Gnome-Desktop ausgewählt und den ssh-Server.
In der Handhabung gefällt mir das Linux-System auf Anhieb wesentlich besser:

  1. Das System loggt sich automatisch ein. Unter Windows muss ich in der Registry rumfummeln um das zu bewerkstelligen. Shame on Microsoft.
  2. Ubuntu verbindet sich automatisch mit den Netzwerkfreigaben (SMB). Unter Windows hatte ich natürlich auch Freigaben als Laufwerksbuchstaben eingebunden. Ich musste jedoch vor dem Start immer zunächst den Explorer aufrufen und die Netzwerklaufwerke refreshen lassen. Eine Aktion die bei meiner Freundin als Benutzerin noch saurer aufstößt als bei mir.
  3. Unter Ubuntu habe ich statt gnome den XBMC gewählt, d.h. es wird kein überflüssiger Desktop geladen und XBMC startet automatisch, wenn das System hochgefahren ist.
  4. Unter Linux brauche ich keinen Virenscanner. Unter Windows kam von Zeit zu Zeit immer eine Onscreen Meldung, dass der Scanner sich aktualisiert hat. Das war schon ziemlich nervig, besonders beim schauen von Filmen.
  5. Linux unterstützt VDPAU, was den Prozessor deutlich entlastet. Da der Geforce 9400M alle Formate außer MPEG4 unterstützt, macht sich das deutlich bemerkbar. Ohne VDPAU wäre der ATOM zu langsam, speziell bei HD-Inhalten.
  6. Der Standby-Modus unter Linux funktioniert auf Anhieb. Unter Windows hab ich das System entweder Tagelang durchlaufen gehabt, oder habe es über den Schalter am Gehäuse ausgeschaltet.

Ubuntu ließ sich völlig problemlos auf dem ION-Board installieren. Jedes Device wurde sofort erkannt. Ich musste lediglich den digitalen Ausgang aktivieren und die Treiber von der Nvidia Homepage herunterladen und installieren. Das geht mit ein wenig Übung aber auch leicht von der Hand. Die neue Hardware ist wirklich exzellent, besonders weil es auch noch deutlich leiser ist. Sogar der Prozessorkühlkörper hat keinen Lüfter.

Was mir jetzt noch fehlt ist eine gute Lösung für eine Fernbedienung. Ich würde gerne die DVD Remote auch an dem Linux-PC probieren, mir fehlt allerdings noch der Adapter. Wenn das auch funktioniert, dann bin ich der glücklichste Multimedia-Mensch.

— >Nachtrag (15. Okt. 2009)

Zunächst hatte ich noch Schwierigkeiten mit der Widergabe von HD-Videos. Ich stellte fest, dass 512 MB RAM zu wenig sind, zumal die Grafikkarte sich am RAM bedient.
Lösung: 2 GB RAM installiert und im BIOS dem Grafikchip 512 MB fest zugewiesen + Renderer in XBMC auf VDPAU gestellt.

Angeblich funktioniert die Microsoft DVD Remote für die Xbox “out of the box” unter linux mit entsprechendem Adapter. Leider funktioniert das bei mir (noch) nicht.
Außerdem gibt es von Zeit zu Zeit kleine Schwierigkeiten unter linux. Z.B. stürzt XBMC ab oder bei der Widergabe von .ts-Aufnahmen einer dreambox gibt es Bildstörungen.
Nach jedem Neustart des Computers steht die Lautstärke des Master-Reglers auf stumm. Ich muss dann jedes mal manuell über alsamixer die Lautstärke anpassen.
Es taucht von Zeit zu Zeit einfach mal so der Gnome-Cursor in der Mitte des Schirms auf und bleibt dort, unabhängig vom XBMC-Cursor.
Die Serverdienste unter XBMC laufen nicht. In den Netzwerkeinstellungen in XBMC steht die Netzwerkkarte auf deaktiviert und ich kann sie nicht aktivieren dort.  Die per /etc/fstab gemounteten smb-shares bringen den Rechner dazu, dass er nicht komplett herunterfährt. Er bleibt dann an einer Stelle hängen, wo dann steht:

  • CIFS VFS: server not responding
  • CIFS VFS: no response for cmd 50 mid 63.

Die Tastatur steht seltsamerweise falsch ein. Scheinbar hab ich ein amerikanisches Layout, seitdem ich die nvidia-Treiber installiert habe.

So bleibt  folgende Todo-Liste:

  1. DVD Remote (vielleicht mal einen anderen USB-Adapter probieren)
  2. Abstürze (muss ich wohl auf neuere builds warten)
  3. .ts (mpeg2) Aufnahmen starten nicht richtig oder verursachen Bildstörungen (mögliche Spur: XBMC Forum)
  4. Lautstärke Niveau auf 0 nach Neustart (mögliche Spur: arch linux Link, Ubuntu Bugtracker, vielversprechend: mariusb.net Link, noch besser: xbmc.org Forum Link)
  5. störender Cursor in der Bildschirmmitte (Link)
  6. Netzwerkkarte in den Einstellungen XBMC steht auf deaktiviert. -> Fehlfunktion XBMC-Dienste.
  7. Beim Herunterfahren hängen die per /etc/fstab eingebundenen Laufwerke fest.
  8. falsches Tastaturlayout seit Installation der nvidia-Treiber

Das sind so die Fehler oder Probleme die korrigiert werden müssen. Ich werde weiterhin berichten.
Hier
noch eine gute Anleitung, die auch viele Probleme erklärt und Lösungen anbietet.

Lösungen:

  1. fehlt (eine Anleitung fehlt mir vor allen Dingen)
  2. fehlt
  3. Das Abspielen von .ts-Dateien funktioniert jetzt. Es hat sich dabei wohl um einen Ausnahmefehler gehandelt.
  4. Pulseaudio verursachte die Probleme. Mit: “sudo apt-get remove pulseaudio” und danach “sudo alsactl store 0” konnte ich die Audioeinstellungen sichern, nachdem ich zuletzt die Lautstärke eingeschaltet habe. Habe ich versucht die Einstellungen mit dem obigen Befehl alsactl zu speichern, so bekam ich folgende Fehlermeldung, als noch pulseaudio installiert war:
    “E: core-util.c: Home directory /home/<<username>> not ours”
  5. in “/etc/X11/xorg.conf” unter “Device” folgendes Eintragen:
    Option “HWCursor” “False”
  6. fehlt
  7. Scheinbar gibt es hier ein Problem, dass die Shares erst ausgehangen werden, nachdem die Netzwerkverbindung unterbrochen ist (Link). Das kann natürlich nicht funktionieren. Leider habe ich auch mit einem shell-script das per init.d geladen wird keinen Erfolg gehabt. Ich bin deswegen auf NFS-Freigaben umgestiegen, die ich auch in der /etc/fstab eingetragen habe. Hiermit habe ich keinerlei Probleme.
  8. fehlt

Nachtrag 22.10.2009:

Da beim ion230 kein Lüfter auf der CPU ist, muss man auf eine gute Kühlung im Gehäuse achten. Bei einem Mini-ITX Gehäuse ohne Lüfter ist bei mir das System so warm geworden, dass scheinbar die CPU runtergeregelt wurde. Hierbei kam es zu deutlichen Aussetzern / Rucklern bei der Video-Widergabe und im Menü.

Browser Sync bzw. eigener Bookmarks Server

Es ist ein weit verbreitetes Problem:

Mehrere Computer mit Firefox (oder Safari), aber die Bookmarks und gespeicherten Passwörter sind wild verstreut. Was bringen einem die Bookmarks, wenn man nicht weiß, auf welchem Computer sich die gesuchten Daten befinden.

Es gibt hier gleich mehrere Dienstleister (.mac, google browser sync, mozilla weave, …), die einem da sehr komfortabel unter die Arme greifen. Eine Zeit lang verwendete ich “Google Browser sync”. Der Dienst war eigentlich soweit ganz ok. Es bleibt jedoch ein bitterer Nachgeschmack, wenn man weiß, dass zur Synchronisierung der Datenbestände fremde (keine eigenen) Server eingesetzt werden. D.h. die Passwörter liegen nicht nur schön synchron auf allen eingerichteten Computer, sondern auch noch auf irgendwelchen google-Servern rum. Was man davon halten mag, ist jedem selbst überlassen. Einige Dienstleister bieten ja auch die Option zur Verschlüsselung dieser Daten an. Ob man sich darauf allerdings auch verlassen kann, ist m.E. auch fraglich.

Was liegt also näher als selbst vorhandene Infrastruktur (Server) zur Synchronisierung einzusetzen. Hier war ich leider lange vergeblich auf der Suche nach einem geeignetem Produkt/geeigneter Software. Nun habe ich etwas gefunden:

http://www.xmarks.com/

Dieser Dienst ist zwar auch so konzipiert, dass man deren Server zum Sync verwendet. Es gibt allerdings hier auch eine knappe aber gute Anleitung, wie man einen eigenen Server dazu verwenden kann. Ich werde die kostenfreie Software ab sofort testen und dann auch feedback geben, wie gut alles funktioniert. Das einzige Manko, was ich derzeit sehe: unsicheres Protokoll.

Man kann zwar einen eigenen Server verwenden, und die Bookmarks und Passwörter werden dort auch verschlüsselt abgelegt. Allerdings werden zur Übertragung unsichere Protokolle wie http und ftp verwendet. Hier muss noch nachgebessert werden, speziell, wenn man auch in öffentlichen Netzen diese Synchronisierung nutzen möchte.

Musik im iTunes Store ohne Kopierschutz

Schon die iTunes Plus Einführung war ein großer Schritt in der bisher relativ kurzen Geschichte des iTunes Store (fka iTunes Music Store). Im Gegensatz zu den übrigen Musik Titeln war nämlich bei den iTunes Plus Titeln kein Kopierschutz eingebaut, der die Handhabung stark verändert und auch den Benutzerkomfort einschränkt. Der FairPlay getaufte Schutz setzt auf den AAC Codec auf, den alle Musiktiteln im Online Store von Apple einsetzen.

Mit der Macworld in San Francisco im Januar 2009 verkündet Apple, dass sie Schritt für Schritt das FairPlay Element aus Ihren Shop entfernen wollen. Noch sind lange nicht alle Titel Kopierschutzbefreit. Die 4 größten Plattenlabels: Warner Music Group und EMI, Sony BMG und die Universal Music Group lassen werden Ihre Titel über den iTunes Store künftig ohne Kopierschutzmaßnahmen anbieten.

Das ist für den Kunden eine herausragende Verbesserung, denn hierdurch lässt sich mit gekauften Titeln genau so umgehen, wie mit z.B. mp3-Dateien, die man selbst von der eigenen Audio CD erstellt hat. Man kopiert sie wohin man will, von der einen Festplatte zur Anderen, vom Server auf die externe Festplatte, aufs Handy und wieder zurück. All das war bei FairPlay stark eingeschränkt. Es soll sogar teilweise Kunden gegeben haben, die ihre mit Kopierschutz versehenen Musiktitel auf CD gebrannt haben und sie hinterher wieder davon gerippt haben, um den lästigen Kopierschutz loszuwerden. Das alleine verdeutlicht schon, in welcher traurigen Lage sich die Kundschaft befunden hat. So eine Material- und Zeitverschwendung gehört jetzt glücklicherweise der Vergangenheit an.

Die Musikstücke ändern sich mit dem wegfallenden DRM jetzt aber auch ein wenig im Preis. So kosten Titel nun nicht mehr einheitliche 0,99 €, sondern entweder 0,69 €, 0,99 € oder 1,29 €. Bleibt abzuwarten und zu hoffen, dass die Kundschaft hierauf positiv reagiert und nun mehr Musik kauft, ich für meinen Teil werde nun in einem deutlich größeren Umfang auf die Dienste des iTunes Store zurückgreifen.