Frauen müssen gefördert werden?!

In der politischen Debatte hört man nun schon seit einigen Jahren Zeit viel über die berufliche Gleichbehandlung von Mann und Frau. Was einigen dabei verborgen bleibt, ist der unparteiische Blick.
So erscheint in meinen Augen die Vorderung nach Förderung der Frau genau diesen unverfangenen Blick zu vermissen. Deswegen ist die Debatte über die Gleichberechtigung leider häufig eine Forderung zur Bevorteilung der Frau.

Gleichberechtigung wird gefordert; dann muss man diese Pille aber auch mit Ihren Schattenseiten schlucken. Zur Gleichberechtigung gehört nämlich nicht nur die Tatsache in Sachverhalten nicht benachteiligt zu werden. Dazu gehört auch die Tatsache NICHT BEVORZUGT zu werden.
Leider vermisse ich aber die Aufrichtigkeit jener Frauen, die gesonderte Gesetze verlangen, die Frauen bewusst bevorteilten.

Meine Kritik richtet sich in erster Linie gegen Frauenqoten. Diese könnten kurzfristig wahrscheinlich sogar wirksam sein,  langfristig jedoch stehen Sie im Widerspruch zu jeglicher Gleichberechtigung. Forderungen auf Lohnangleichung bei gleicher Tätigkeit sind berechtigt und müssen durchgesetzt werden. Dabei handelt es sich aber doch klarer Weise nicht nur um ein Geschlechterproblem.  Auch Männer verdienen bei gleicher Arbeit weniger als andere Männer. Oder es gibt Manager, die sich eher rumlümmeln, aber das 4-fache Gehalt des produktivsten Mitarbeiters erhalten. Wenn ein Mitarbeiter fordert: “Mein Kollege XY verrichtet exakt die gleiche Arbeit. Ich möchte, dass mein Gehalt auf sein Niveau angehoben wird”, so darf es keine Rolle spielen wie sich die Geschlechter auf diese beiden Mitarbeiter verteilen.

Fördern wir Frauen in der IT, so ist in – sagen wir –  150 Jahren vielleicht der Mann in der Minderheit, dann müssen wir die Gesetze wieder anpassen zu Gunsten der Männer. Dann wieder hin, dann wieder zurück usw.

Die Rahmenbedingungen müssen einfach gleich bleiben. Ich möchte bewusst provozieren und meine:

Frauen dürfen ruhig mit etwas mehr Selbstwertgefühl in ein Vorstellungsgespräch gehen. Für den Betrag X sollten Sie dann einfach nicht arbeiten gehen. Natürlich liegen da einem manchmal Steine im Weg, insofern als das irgendwelche chauvinistischen Männer-Protze die Frauen über den Tisch ziehen wollen und meinen: Für das Geld X nehm ich doch lieber einen Mann. Für diese unfaire Haltung kann aber der Gesetzgeber nichts dafür oder dagegen. Ich bin der Meinung, dass der Gesetzgeber nicht die Zuständigkeit dafür besitzt zu intervenieren.
Außerdem: Vielleicht sind einfach manche Frauen einfach nur schlecht informiert, was das mögliche Gehalt angeht oder vielleicht geben sich einfach Viele mit weniger zufrieden. Das darf man zwar grundsätzlich nicht unterstellen, es in der Überlegung außer Acht zu lassen wäre jedoch fahrlässig.

Ebenso scheint mir häufig vernachlässigt zu werden, dass einige Frauen technische Berufe uninteressant finden. Wenn man Ihnen nun einen Anreiz gibt einen technischen Beruf zu ergreifen (was man über eine Quote tut), so steigt leider auch die Wahrscheinlichkeit, dass eine Stelle möglicherweise durch eine weniger qualifizierte Frau besetzt wird. Das ist inakzeptabel.

Eine Frau zu bevorteilen ist übrigens nicht per Se verkehrt; oder warum sollten Männer nicht bevorzugt Steine schleppen? Da hat die Frau auf einmal dann doch wieder nichts dagegen… Ein Gesetz, dass eher die Männer die schweren Massen tragen sollten wäre jedoch lächerlich.

Grundsätzlich gilt:

  1. Jeder soll das machen, wo er Lust drauf hat.
  2. Niemand sollte etwas machen, worauf er keine Lust hat.
  3. Jeder soll die gleichen Rahmenbedingungen (politisch und personell) haben.
  4. Kommt bitte nicht mit eurer Kinderkriegen-Geschichte. Die Frau müsse ja die Schmerzen der Geburt ertragen. BLAME GOD!
  5. Im Allgemeinen (Sport, Gesellschaft, Ausweis) sollte es neben Mann und Frau auch Androgyn geben.

Liebe Frauen. Bitte fühlt euch nicht alle angesprochen. Ich weiß es gibt auch Jene,die ein ausgewogenes Verhältnis zur Gleichberechtigung (z.B. Marina Weisband) haben. Ich möchte mit meinem Text nur diejenigen Frauen ansprechen, die  total über die Stränge schlagen, nach dem Motto:

HAT DIE FRAU JAHRZENTE / JAHRHUNDERTELANG GEBLUTET, SO KANN JETZT MAL DER MANN BLUTEN

Der Gesetzgeber arbeitet per Definition ineffizient, wenn er Gesetze veranlasst, bei denen bekannt ist, dass man sie auch wieder entkräften muss oder vielleicht sogar umkehren muss. Es ist in meinen Augen ein rein gesellschaftliches Problem, dass man viel eher in der Erziehung und der Ausbildung bekämpfen kann.

Zur eigentlichen Frage: Müssen Frauen gefördert werden?

Ja natürlich, aber Männer eben auch. Nicht mehr oder weniger, sondern anders, auf die Bedürfnisse des Geschlechts zugeschnitten, sofern es denn Geschlechts-kollektive Bedürfnisse gibt.